Künstliche Intelligenz Teil 1

Warum KI eine folgerichtige Entwicklung ist

Die erste Frage, die sich hier stellt, ist diese: Was geht denn der Künstlichen Intelligenz voraus? Ist es die natürliche Intelligenz, über Jahrtausende parallel zur organisch-menschlichen Entwicklung gewachsen? Oder ist es die gesellschaftlich notwendige (oder, wie einige meinen, erzwungene und menschenverachtende) Weiterentwicklung der dritten in die vierte Industrielle Revolution, die diesen Schritt zwangsläufig macht? Ich glaube, beides ist zu kurz gedacht.

In meinem Buch „Der Manipulation einen bunten Blumenstrauss entgegenhalten“ beschreibe ich viele Arten und Szenarien, wie Manipulation Einzug in unsere Welt genommen hat, während einer sehr, sehr langen Zeit. Zusammen mit der Tatsache, dass wir auf tausendfache Weise konditioniert sind, wie wir die Welt, in der wir leben, interpretieren, erleben und beurteilen, ergibt sich folgendes Bild: Was wir glauben, wie wir lieben und leben, womit wir unsere liebe Mühe haben, welche Werte uns wichtig sind und wie sehr wir in Angst leben, das ist nicht wirklich individuell, sondern gesellschaftlich geprägt, in verschieden intensiven individuellen Ausprägungen, je nach Erfahrungshorizont bezüglich der Vergangenheit und der Zukunft.

Was ist aber Konditionierung? Und wo wird Konditionierung gespeichert? Konditionierung ist all das, was uns von Autoritäten, Traditionen, Erziehung und Schule sowie im alltäglichen Ausgesetztsein allerhand Einflüssen gegenüber als wahr, richtig und gerecht gezeigt wurde und wird. Es ist, im Gegensatz zu einem natürlichen Wachsen und Lernen ohne Konditionierung (was heute und schon sehr lange praktisch unmöglich ist), eine immense geistige Verengung und Einschränkung des Freien Denkens, und durch jedes Festschreiben der Konditionierungen werden diese zementiert. Wo aber ist all dies gespeichert? Gespeichert wird das Resultat von Konditionierung (übrigens genau so wie von Manipulation), in Schriftstücken, Medien, Büchern und Filmen. Aber nicht nur dort. All diese gesammelten, leicht individuell verschiedenen, aber doch je nach Kultur ähnlichen Konditionierungen und Muster sind auch in unserem Geist gespeichert, ganz praktisch. Dies verfälscht ganz eindeutig die natürliche Intelligenz, ihre Klarheit und Verbundenheit mit den geistigen Naturgesetzen. Damit ist klar, dass die einstmals natürliche Intelligenz eben nicht natürlich gewachsen ist, sondern durchaus bereits künstlich – über Manipulation und/oder Konditionierung – geprägt.

Es gäbe nun zwei Möglichkeiten, weiter zu gehen:

  • Wir erkennen das Ausmass von Konditionierung langsam aber sicher, lösen uns Schritt für Schritt aus manipulativen Strukturen und kehren zurück zu einem natürlicheren, eigenverantwortlichen und selbst bestimmten Leben, indem wir versuchen, die geistigen Gesetze jenseits des Alltagslebens zu erspüren und diese zurück in unseren Alltag zu integrieren.
  • Oder wir ergeben uns in die quasi folgerichtige Entwicklung in Richtung Künstlicher Intelligenz, wo wir uns dann um den Inhalt unseres Geistes und Intellekts gar nicht mehr zu kümmern brauchen, sondern das scheinbar kreative und visionäre Denken ein für allemal der künstlichen Intelligenz überlassen (die dann allerdings auch keine natürliche Entwicklung – also Fortschritt erwarten darf)!

Fortsetzung folgt!

Ein Kommentar

  1. Ich befürchte, dass die Mehrheit der Menschen aus purer Bequemlichkeit, oder Überforderung die zweite Variante nehmen wird.
    Wobei ich unterdessen wirklich dazu tendiere, die Überforderung zu favorisieren. Nicht, dass die Menschen Willen und Mut verloren hätten, sondern ich befürchte diese Eigenschaften wurden ihnen in der letzten Zeit entzogen, abtrainiert, ab-erzogen, weggemobbt, wegmanipuliert, weggewoket.
    Interessant finde ich, dass die neueste Generation an Jungen nicht mehr Generation-Y oder Generation-Z heisst, sondern Generation-Snowflake, weil sie bei jeder geringsten Veränderung der Situation (vor allem der Temperatur) dahin schmilzt. Das klingt zwar lustig, ist aber durchaus passend.
    Ich kann mir vorstellen, dass das durchaus ins System passt. «Lasse Dich lenken, Wir sagen Dir wo es lang geht und wie das Leben ist.»
    Ich weiss, ich komme immer wieder mit Vergleichen mit Filmen. Aber ich werde das Gefühl nicht los, ich habe diese Situation schon einmal vor Augen geführt bekommen. Und zwar im Film: «Die Zeitmaschine», nach dem Roman von H. G. Wells, aus dem Jahre 1960. Da sind die Eloi genau wie die Schneeflöckchen. Nichts hinterfragende, manipulierte Masse, die von den Morlocks gehalten und gefressen werden.
    Doch auch hier gibt es schlussendlich eine Macht, die das zu verhindern weiss. George sei Dank – auch wenn er ein Wissenschaftler ist, beweist er «menschlichen Verstand». 😉

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